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Gimme hope!
 
 

DVD / Film

Dogville



Lars van Trier ist mein Osterhase.

Lars van Trier hat in seinem Film Dogville ?berraschungen wie Ostereier versteckt.

Zuerst ?berrascht er mich mit seiner Kulisse. Das alte Silbergr?berst?dtchen Smallville ist nicht irgendwo auf den herrlichen Bergen aus dem Boden gestampft worden. Sein Dogville passt in eine Halle. Dogville kommt ohne W?nde aus. Dogville ist transparent wie die Aura, die Nicole Kidman umgibt, die Hauptdarstellerin, mit der mich Lars van Trier, die mich als sie selbst ?berrascht.

Nicht nur ist sie sch?ner denn je, sie ?berzeugt mit einer Nat?rlichkeit, mit einer Vielfalt von Gesichtsausdr?cken, mit ihrer K?rpersprache. Sie ist die ideale Besetzung, und sie setzte Lars van Triers W?nsche ideal um.

Lars van Trier ?berrascht mich als Theatermacher. Mehr wie ein Theaterst?ck als ein Film wirkt sein Werk.

Lars van Trier ?berrascht mit seiner Filmmusik, denn er kommt ohne aus. David Bowies Young Americans im Abspann ist alles, was Lars van Trier an Musik f?r notwendig erachtete. In seinem Film geschieht der Spannungsaufbau durch die Schauspieler, die Handlung selbst. Wie oft sieht man noch einen Film, der so viel Handlung hat, dass er ohne jede musikalische Pause auskommt? Und das trotz einer Dauer von 170 Minuten. Die Hintergrundger?usche ersetzen die Kulisse. Die T?ren sind nicht zu sehen, aber zu h?ren. Der Hund des Dorfs ist nur auf den Boden gemalt, aber er bellt. Der Regen n?sst nicht die Schauspieler durch, er tritt als Ger?usch auf. Und jeder wei?, sp?rt, dass es regnet, ohne dass man es sehen muss.

Lars van Trier ?berrascht weniger mit seiner Story, das hatten wir uns schon von ihm erwartet. Dass er eine Geschichte erz?hlt, die uns bannt, die uns hoffen l?sst, die ganz langsam etwas vorgeblich durchaus Sch?nes zu etwas Grausamen werden l?sst. Er pr?sentiert uns das Wesen der menschlichen Seele, all seine Schw?chen. Wie armselig der Mensch ist, sobald er merkt, dass ein anderer ihm unterlegen, von ihm abh?ngig ist. Wie leicht der Mensch in Versuchung ger?t.

Eine Geschichte voller Moral, die anfangs der junge Thomas Edison in Dogville f?r sich gepachtet haben will, am Ende aber nur dem Erz?hler Lars van Trier bleibt.

Lars van Trier ?berrascht mich mit meinen Tr?umen. Denn ich geh?re zu den Menschen, die am Morgen entspannt aufwachen und ihre Tr?ume hinter sich gelassen haben, wissend getr?umt zu haben, aber mit dem Augenaufschlag alle Tr?ume vergessen. Dogville verfolgte mich in meine Tr?ume. Heute morgen war einer dieser seltenen Tage, an denen mir bewu?t war, dass ich die ganze Nacht getr?umt hatte.

2 Kommentare 26.2.05 08:52, kommentieren

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Irreversibel - Gaspar Noe

Gaspar Noe hypnotisiert, fasziniert, schockt, bewegt.

Kameraf?hrung und Musik ziehen den Seher in seinen Bann. Um ihn dann pl?tzlich mit einer unbeweglichen, starren Kameraposiotion mitten im Geschehen festzuhalten, an dem man lieber nicht teilnehmen m?chte.

Kamera drauf - auf die blutige Rache.
Kamera drauf - auf die brutale Vergewaltigung.

Der Film konsequent von hinten nach vorn erz?hlt. Wodurch das Ende, das eigentlich der Anfang ist, vers?hnlich scheint.
Absolut sehenswert, aber nichts f?r zartes Gem?t. Albtr?ume in der folgenden Nacht sind dem feinf?hligen Seher sicher.

Dass diese DVD in der Serie "Kino kontrovers" erschienen ist, macht Sinn. Liebhabern der in den letzten beiden Jahrzehnten zur Kunst hochstiliserten Gewalt kann ich diesen Film nur empfehlen - zur Abschreckung. Denn die gezeigte Brutalit?t hat nichts mit den ?bertriebenen Szenen eines Tarantino zu tun, oder dem ?ppig eingesetzten Blut der trendigen Splatter-Filme. Das Gezeigte ist echt.

Der Vergewaltigung mangelt es wie in der Realit?t an jeder Erotik, die Gemeinheit dringt durchs Auge in dein Hirn wie der kleine Verbrecher in die sch?ne Frau. Zuschauen ist beklemmend, wegschauen nicht m?glich. Zu gut wirkte Noes Regie, mit seiner extrem wendigen mobilen Kamera bringt er den Seher dazu, nicht wegschauen zu k?nnen, da Bilder oft nur f?r Zehntelsekunden erscheinen. Wenn die Kamera pl?tzlich f?r 10 Minuten stillsteht und das Geschehen noch st?rker hervorhebt, ist der Seher l?ngst Gefangener des Bilds.

Als w?re ich tats?chlich Zeuge eines Verbrechens geworden, bleibt das schlechte Gewissen nicht geholfen zu haben.




Strengstes Jugendverbot

2 Kommentare 19.2.05 07:55, kommentieren

Elephant

Elephant hat mich ber?hrt.

Die langen sanften Kamerafahrten ziehen den Zuseher ins Geschehen, lassen ihn aber gerade so weit entfernt von der Gefahr, dass ihm nichts passiert.

?u?erlich.

F?rs Innenleben kann keine Garantie ?bernommen werden.

Die DVD enth?lt aber auch ein politisches Statement. Gus van Sant benannte den Film nach einem Kurzfilm von Alan Clarke aus dem Jahr 1988. Einem Statment gegen die Gewalt in Nordirland zu jener Zeit.

Morde.

Einer nach dem anderen.

Unkommentiert. Schockierend gef?hllos.

1 Kommentar 7.1.05 11:40, kommentieren

SuperSize Me!



Die billigste Einladung zum Essen aller Zeiten ist die Frage: "Gemma zum Maci? Ich zahl." direkt nach gemeinsamem Betrachten des genialen Films Super Size Me.

***** 5 Sterne Sehr empfehlenswert!

Der beste Dokumentarfilm, der mir einf?llt.

trailer

Homepage

27.10.04 02:44, kommentieren

Snatch - Schweine und Diamanten



Wei? nicht, warum mir der Film beim ersten mal nicht so gefallen hat.

Hab viel gelacht beim erneuten Ansehen gestern Abend.

Die DVD ist erstklassig, Bild, Sound Top-Qualit?t. Nur die Synchronstimme vom Brad Pitt nuschelt so, dass man nix versteht.


Aber die genialste Szene ist der Beinahe-k.o. von One Punch Mickey (Brad Pitt) nach der er im Wasser landet.

Was f?r eine Zeitlupe, welch K?rperspannung.

Sehr zu empfehlen.

Und jetzt muss ich mir auch Fight Club nochmal anschaun.

**** 4 von 5 Sternen

1 Kommentar 24.10.04 09:56, kommentieren